Umfrage

80 Prozent der Deutschen begrüßen EU-Anlegerschutz 2014

2013-06-10

Acht von zehn Bankkunden in Deutschland sehen die neuen Transparenzpflichten der Institute für Wertpapiere als Schritt in die richtige Richtung. Ab 2014 schreibt der EU-Anlegerschutz (MiFID II) den Banken vor, die Depotbestände ihrer Kunden im Auge zu behalten und kritische Kursbewegungen umgehend mitzuteilen.

Acht von zehn Bankkunden in Deutschland sehen die neuen Transparenzpflichten der Institute für Wertpapiere als Schritt in die richtige Richtung. Ab 2014 schreibt der EU-Anlegerschutz (MiFID II) den Banken vor, die Depotbestände ihrer Kunden im Auge zu behalten und kritische Kursbewegungen umgehend mitzuteilen.

Acht von zehn Bankkunden in Deutschland sehen die neuen Transparenzpflichten der Institute für Wertpapiere als Schritt in die richtige Richtung. Ab 2014 schreibt der EU-Anlegerschutz (MiFID II) den Banken vor, die Depotbestände ihrer Kunden im Auge zu behalten und kritische Kursbewegungen umgehend mitzuteilen.

Wichtigster Informationskanal ist dabei aus Verbrauchersicht das Internet - 59 Prozent der Bundesbürger wünschen sich einen Warnhinweis per E-Mail. Das ist das Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung Cofinpro. 1.000 Bundesbürger wurden zu ihrer Meinung zum Mobile Banking befragt.

Die elektronischen Medien stehen bei Bankkunden als Informationskanal hoch im Kurs. Neben der E-Mail (59 Prozent) würde jeder Dritte künftig eine Smartphone-App der eigenen Bank nutzen, um sich auf dem Laufenden zu halten. Jeder Vierte plädiert für die SMS. Den klassischen Telefonanruf bevorzugen 43 Prozent.

Für die große Mehrheit der Bankkunden ist die Warnung vor kritischen Kursbewegungen allerdings erst der Anfang. 73 Prozent wünschen sich darüber hinaus bei veränderter Marktlage eine Empfehlung der Bank zu alternativen Anlagen. Nach Meinung von 64 Prozent sollte die Bank das Portfolio zudem jenseits von Schwankungen im Blick behalten und auf eigene Initiative über mögliche Neuanlagen informieren.

Wenn Kunden selber auf die Suche nach interessanten Geldanlagen gehen, startet der Weg in der Regel im Internet. Zwei Drittel der Befragten möchten sich erst einmal ungestört online ein Bild von der Angebotssituation machen und anschließend mit dem Berater in der Filiale das Gespräch suchen. 59 Prozent wünschen sich zudem freie Wahl dabei, spontan selber zu entscheiden, über welchen Kanal sie auf Bankinformationen zugreifen.

"Die neue Pflicht, kritische Kursbewegungen schnell mitzuteilen, zwingt Banken alle Kontaktmöglichkeiten zum Kunden auf den Prüfstand zu stellen", sagt Stefan Ankert, Wertpapier-Experte der auf Banken spezialisierten Unternehmensberatung Cofinpro. "Qualitäts-Maßstab ist dabei die bruchfreie Kommunikation - beispielsweise vom Warnhinweis via E-Mail, SMS oder Telefon mit Reaktionsmöglichkeiten des Kunden über das Call Center bis hin zum persönlichen Bankberater in der Filiale. Institute, die hier die Nase vorn haben, sichern sich einen wichtigen Marktvorsprung und festigen die Kundenbindung."